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Erste Plating-Versuche in Albanien…

Albanische Rezepte

Eigentlich wollte ich in meinem Food-Projekt ja brav die offizielle Länderliste nachkochen – eigentlich war ich auch ganz gut dabei. Nach Abchasien folgten Ägypten und Afghanistan – lecker gekocht, fotografiert und dann der fatale Fehler. Pinterest und der Suchbegriff „Foodfotografie“ – Hin und Herschweifende Blicke zwischen Pinterest und den geschossenen Food-Fotos brachten mich dann zur Entscheidung, dass die produzierten Fotos Müll waren. Ich verabschiedete mich also von den geplanten Beiträge, begab mich in die Badewanne und scrollte mich stattdessen durch Pinterest. Nach einer Stunde und gefühlt auf doppelte Größe aufgequollen hatte ich gelernt, dass sich die kunstvolle Anrichteform wohl Plating schimpft und mein Food-Pinterest-Board war um etliche Pins gewachsen:

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Das Rezept für das nächste Land auf meiner Liste war  zu diesem Zeitpunkt bereits ausgesucht, schließlich hatte ich bereits ausgiebig albanische Rezepte recherchiert – albanische Köfte mit Minzdip und Pita-Brot. Gott sei Dank keine Suppe, denn diese sind „Plating“-technisch eher schwer zu präsentieren. 😉 Köfte dagegen eigneten sich hierfür hervorragend, wie ich bei der Planung feststellen durfte. Und Planung braucht es hier definitiv, denn alle Plating-Fotos die ich sah, bestanden aus sehr vielen Bestandteilen. Schließlich braucht es für einen hübschen Teller nur drei verschiedene Dips, 5 Erbsen, 3 Blüten, 5 Kräuterstengel usw… Plating setzt also ein wenig Planung voraus und ein wenig Zeit für die Vorbereitung aller Komponenten – in meinem Fall waren das fünf Komponenten:

  • Gurke
  • Minzschaum
  • Paprikadip
  • Köfte
  • Pita

Albanische Rezepte

Die Gurke spielte bei diesem Rezept eher eine nebensächliche Rolle – durch die enstprechende Garnitur kann aber auch so eine langweilige Gurke etwas hermachen. Die Anleitung dazu habe ich irgendwann mal auf Youtube gesehen – hier gehts zum Video.)

Albanische Rezepte

Die beiden Dips sind ebenfalls einfach in der Herstellung. Für den Minzdip habe ich Joghurt mit Salz, Kreuzkümmel und Minze püriert – wenn man die Schüssel schräg hält und den Pürierstab nicht ganz in den Dip taucht, entsteht auch sehr schnell der leckere Minzschaum. Für den Farbklecks auf dem Teller habe ich gegrillte Paprika püriert und anschließend noch durch ein feines Sieb gestrichen. Zum Anrichten hätte ich gerne einen kleinen Saucen-Portionierer verwendet – mangels Verfügbarkeit habe ich stattdessen eine Spritze verwendet, die ich irgendwann mal für Fasching gekauft hatte. 😉 Das Pita-Brot hatte ich fertig gekauft und im Backofen kurz kross gebacken.

Albanische Rezepte

Für die Köfte habe ich am Wochenmarkt glücklicherweise Lammhackfleisch bekommen – Bayreuth ist ja wirklich kleine Großstadt und wenn man beim Metzger dann mal etwas anderes möchte, als Rind oder Schwein, muss man schon Glück haben. Am Wochenmarkt ist allerdings immer viel geboten, wenn ich nur nicht immer zu faul wäre früh aufzustehen. Für die leckeren Köfte benötigt ihr folgendes:

  • 250 g Hackfleisch (Lamm, alternativ geht auch Rind)
  • 2 EL Couscous(ungekocht)
  • 1 Msp Natron
  • 1 kleine Schalotte (fein gewürfelt)
  • 1 Eigelb
  • 1 Knoblauchzehe (gepresst)
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL gem. Koriander
  • 1/2 TL Chilipulver
  • 1/2 TL paprika Scharf
  • 1/4 TL Zimt
  • Salz
  • Optional: Schwarzkümmel & getrocknete Ringelblumen

Die ganzen Zutaten gut vermengen und abschmecken, anschließend entweder zu kleinen Bällchen rollen und in der Pfanne braten oder die komplette Hackmasse zu einer Rolle formen und im Backofen bei 200 Grad gar ziehen lassen. Der Couscous ersetzt in diesem Rezept das alte Brötchen, dass wir aus dem typisch deutschen Frikadellen-Rezept kennen und das Natron sorgt dafür dass die Köfte schön weich bleiben. Die fertig gegarten Köfte könnt ihr optional noch in Schwarzkümmel und / oder getrockneten Ringelblumen wälzen. Ich mag den Geschmack von Schwarzkümmel total gerne, die Ringelblumen sind allerdings ziemlich geschmacklos und dienen nur zur Deko.

Wenn dann letztendlich alle Komponenten fertig sind, kann es endlich ans Plating gehen – hier heißt es kreativ sein, inspirieren lassen und einfach loslegen:

Albanische Rezepte

Albanische Rezepte

 

Wie gefällt euch diese Art Essen anzurichten? Ich finde ja das Auge isst immer mit – und ein hübsch angerichteter Teller macht direkt Lust auf mehr. Da ich ja in meiner Länderliste nicht mehr ganz in Reihenfolge bin, habe ich mich entschieden, das nächste Land zu losen – uuuuund es geht auf die Bahamas 🙂

 

  • Tabea

    Ich glaube, ich hätte Angst, dass mein Essen kalt wird, wenn ich es so aufwändig anrichten würde. Außerdem plane ich lieber, was ich esse, statt wie es fürs Foto auszusehen hat.
    Wenn man aber solche Ansprüche wie du an seine Fotos stellt, dann kommt man da wohl nicht drum rum. Gelungen ist es dir auf jeden Fall!
    Und wenn ich ehrlich bin, dann habe ich auch ein Pinterest-Board für Foodfotografie… denn hübsche Fotos hätte ich auch gerne, nur bis jetzt arbeite ich noch nicht konsequent daran (auch weil ich häufig erst nach der Schule abends koche).
    Liebe Grüße

    12. März 2016 at 19:45 Antworten

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