to top

Vegan für Anfänger – Meine August Challenge

Vegan_süßes_Bild

Vegan – seit 14 Tagen zu schätzungweise 98% – und ich lebe noch – kaum zu glauben, mh? Eine neue Erkenntnis habe ich auch getroffen: Vegane Ernährung verlangt nicht nur ein hohes Maß an Disziplin sondern auch einen großen Geldbeutel und viel Zeit fürs Kochen und Einkaufen. Der Einkauf im Bioladen geht zwar schnell, weil hier ziemlich viel vegan ist und die Mitarbeiter einem meist sofort antworten können, ob ein Produkt vegan ist oder nicht. Der Einkauf im Bioladen ist aber auch ziemlich teuer. Im Supermarkt hingegen fehlt den Mitarbeitern das Wissen über die Produkte. Und wenn man dort sein Handy auspackt um via Barcode zu checken ob das gewünschte Produkt Vegan ist, wird man krumm angesehen. Während im Elektrofachhandel das Barcode-Scannen zwecks Preisvergleich natürlich ungern gesehen ist, kann ich alle Rewe Mitarbeiter beruhigen: Ich kaufe meine vegane Margarine nicht bei Edeka, auch wenn sie da 3 Cent billiger ist! 😉

 

Tag 8

Montag und das obwohl ich noch gar nicht fertig war mit Wochenende… die Mandelmilch gibt es heute also mit doppeltem Espresso und die Arbeitswoche beginnt – August ist bei uns der Haupt-Urlaubsmonat und durch Krankheit und andere Ausfälle vertrete ich aktuell 3 Kollegen gleichzeitig. Mittags geht es daher nur kurz in den Bioladen. Dort gibt es neben etlichen veganen Produkten auch kleine Mittagssnacks. Zum Beispiel ein belegtes Ciabatta mit Tomate, veganem Mozarella und Rucola. Sehr lecker – der Mozzarella lässt sich super ersetzen. So ein guter 99Cent Mozarella aus dem Supermarkt schmeckt schließlich auch nach nichts! 😉 Am Abend musste ich dann meinen geliebten Mini zum Autohaus bringen – Leasing vorbei. Klein Georgie musste also zurückgebracht werden. Am liebsten hätte ich mich anschließend mit ner Tafel weisser Milka auf die Couch gesetzt. Stattdessen wurde indisch gekocht – Tomaten, Auberginen Curry – verdammt lecker und zusammen mit Chapati-Brot auch sättigend. Dennoch brauche ich einen kleinen Seelentröster – es gibt veganes Eis. Selbstgemacht, aus gefrorener Banane, Mandelmus, veganer Schokolade und einem Klecks Soja-Joghurt. Leckkkaaaaa!

Vegan Indisches Auberginen Tomaten curry

 

Tag 9

Heute war ich vor dem Wecker wach, das passiert mir sonst nie – normalerweise brauche ich 3 Wecker um mich in einen wachen Zustand zu versetzen. Anstatt aufzustehen gammel ich dennoch bis der Kater wie jeden Tag zur selben Zeit Alarm schlägt. Mangels Zeit verschlägt es mich in der Mittagspause wieder nur in den Bioladen…heute gibt es vegane „Butter“-Brezel und anschließend eine Zwetschgentasche – außerdem wandern schnell noch Mais und eine Avocado in die Tasche. Am Abend gibt’s nämlich nur eine schnelle Pasta und ein wenig Obst als Nachspeise

Vegane Nudeln mit Mais Avocado und Chili

 

Tag 10

Ich bin müde und zu allem Überfluss ist auch noch die Mandelmilch leer. Während die normale Milch immer schön vom Unternehmen aufgefüllt wird, muss ich mich um meine vegane Extra-Wurst selbst kümmern. Ich quäle mich also durch den Tag, kapituliere aber irgendwann und hole mir um die Ecke schnell Reis und Sojamilch. Obwohl ich die Mandelmilch anfangs nicht mochte –  Soja und Reismilch überholt sie um Längen!!! Am Abend dann ein kleiner Einkauf im ReweMarkt – ohne Auto dafür mit großer Einkaufstasche. Obwohl ich mir vorgenommen hatte nicht soooviel einzupacken, gehe ich doch mit einer beachtlichen Menge an Gemüse aus dem Laden – den schweren Butternuss-Kürbis habe ich schon nach 100 m Fußweg bereut. Zu Abend koche ich einen schnellen Couscous-Salat mit einem Minzdip und gebratener Avocado. Sehr lecker und frisch. Ich frage mich,  ob ich den veganen Monat im Winter genauso leicht durchhalten würde. Ohne frisches Obst und schmackhaftes Gemüse…

Vegan Couscous-Salat_Minzdip

 

Tag 11

Ich bin mal wieder vor dem Wecker wach – mein Magen knurrt… morgens habe ich für gewöhnlich keinen Hunger. Der Couscous-Salat hat scheinbar nicht lange vorgehalten – zum Frühstück gibt’s daher einen veganen Riegel. Bis zur Mittagspause gibt’s noch eine gute Handvoll Cashewkerne. Für die Nährstoffe und so 🙂 Zu Mittag gibt es die Reste vom Couscous… zum Glück denn beim Blick aus dem Fenster geht jegliche Sommerlaune flöten. Herbstlicher Wind und Regen…  Ich bekomme Lust auf richtig herzhafte Sachen… am Abend gibt es mal wieder indisch – mit selbstgemachtem Käse! Panir aus Kuhmilch habe ich schonmal gemacht, dass das ganze auch mit Soja-Milch funktioniert, hat mich ehrlich überrascht. Das Rezept habe ich hier gefunden. Der Käse wurde scharf angebraten und zusammen mit allerlei Gemüse und einem Klecks Soja-Joghurt in Chapati Brot gewickelt.

Tag 12

Freitag – letzter Tag der Arbeits-Woche – endlich. Am Abend kommt mein Patenkind zu Besuch – ich muss nach der Arbeit also noch schnell einkaufen und putzen. Fürs Mittagessen bleibt da keine Zeit. Deshalb gibts erst am Abend wieder was für den Magen. Spaghetti mit Tomatensoße – schmeckt auch dem Patenkind und ist vegan 🙂

vegane ArtischockeTag 13

Am nächsten Morgen dann der erste Verstoß. Patenkind will Honigbrötchen – fertig geschmiert – Patenkind will doch kein Honigbrötchen mehr -.- Challenge hin oder her, Essen wird nicht weggeschmissen, deshalb beiße ich in den sauren Apfel … äh das Honigbrötchen. Am Abend bin ich zum Geburtstag eingeladen, es gibt Fleisch satt – aber da ich ein guter Gast bin, gibt es heute also ausnahmsweise Fleisch. Ich verzeichne diesen Tag als offiziellen Cheat-Day! 🙂

Tag 14

Schluss mit dem Rumludern – ab sofort heißt es wieder vegan. Die letzten kälteren Tage haben meinen Appetit auf deftige Speisen angeregt – für den Abend stehen Knödel mit veganer Bratensoße auf dem Plan. Zu Mittag bzw. zum Frühstück (an Sonntagen ist das bei mir das selbe) gibt es aber ersteinmal vegane Nuss-Nougat Creme auf Brot. Nachdem ich den Nachmittag in der Sonne verbracht hatte, ging es also in die Küche – vegane Bratensoße also… Suppengrün klein geschnippelt, mit Bier abgelöscht und die typischen Schweinebraten-Gewürze wie Wacholderbeeren, Lorbeer, Kümmel und Pfeffer dazu – für die Farbe noch ein wenig Tomatenmark. Nach 45 Minuten hat die Soße gut an Geschmack gewonnen – aber ganz ehrlich. Ein vollwertiger Ersatz für richtig leckere Bratensoße ist das nicht. Vielleicht probiere ich nächste Woche mal vegane Sauerbratensoße 🙂 🙂

  • Diana

    Hut ab und Respekt. 🙂 Wenn du mal einen Monat für mich kochst und einkaufst werde ich das auch mal machen. Durchhalten, die Hälfte ist geschafft.

    16. August 2016 at 08:28 Antworten

Leave a Comment