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{Food} Hallo Welt, Hallo Abchasien

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Bevor es am Wochenende nach Österreich geht, ging es letztes Wochenende auf einen Trip nach Abchasien – eine kulinarische Reise. Wie bereits angekündigt, möchte ich zukünftig auch ein wenig im Food-Bereich bloggen und auch für mich selbst neue Essenskultur und Rezepte entdecken – Ich möchte mich mit euch um die Welt kochen – bitte einsteigen – es geht nach Abchasien. Nie gehört? Dann geht es euch wie mir – Abchasien ist eine eigenständige, wenn auch nicht als völlig unabhängig anerkannte Region in Georgien. Am schwarzen Meer gelegen hat dieses Land so einiges an Kulinarik zu bieten. An entsprechende Rezepte für abchasisches Essen zu kommen erfordert allerdings ein wenig Internet-Recherche und ein gutes Übersetzungs-Addon! 😉

Khachapuri mit Adjika

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Auf den Tisch kam schließlich Khachapuri – ein Brot mit geschmolzenem Käse und Butter – kombiniert mit einem würzigen Dip namens Adjika, der wohl ein echter Allrounder in der abchasischen Küche ist. Für das Brot benötigt ihr folgende Zutaten – daraus bekommt ihr 3 kleine Brote oder 2 größere:

Für den Teig:

  • 175 g Mehl
  • 1/2 TL Zucker
  • 1 gestr. TL Salz
  • 50 ml lauwarmes Wasser
  • 100 ml Milch
  • 1/2 Block frische HefeAbchasien_Abkhazia_Food_klein

Vermischt das Mehl in einer Schüssel mit dem Zucker und Salz und drückt eine Mulde in die vermengten Zutaten. In einer weiteren Schüssel löst ihr die Hefe in dem Wasser und der Milch auf – gebt diese flüssige Masse in die Mulde und beginnt nun mit einem Handrührgerät mit Knethaken einen geschmeidigen Hefeteig herzustellen. Sobald ein kompakter Teig entstanden ist, knetet ihr diesen am besten noch eine zeitlang mit den Händen und lasst ihn anschließend an einem warmen Ort ca. 1 h ziehen.

Zwischenzeitlich könnt ihr die Füllung vorbereiten:

  • 2 Eier
  • schwarzer Pfeffer
  • 100 g Feta
  • 100 g Mozarella
  • 100 g ger. Edamer o. Gouda
  • Wachteleier
  • 2 1/2 EL Butter

Schneidet die Käsesorten klein – Ihr könnt hier eigentlich jeden Käse verwenden – der Feta sorgt allerdings für eine schöne salzige Note. Verquirlt die Eier und zieht diese unter den klein geschnittenen / ger. Käse – gewürzt wird nur mit Pfeffer – Salz bekommen wir später durch die Adjika 🙂 Der aufgegangene Hefeteig wird nocheinmal kurz durchgeknetet, geteilt und anschließend oval ausgerollt. Darauf kommt dann die Käse-Ei Masse.  Abchasien_Abkhazia_Food_klein_2

Damit der Käse beim Backen nicht abhaut, werden die Ränder eingeklappt und angedrückt – die Enden werden fest zusammengedrückt. Den Ofen könnt ihr nun auf 200 Grad Heißluft anwerfen – bis die Hitze erreicht ist, können die kleinen Brote noch ein wenig aufgehen.

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Backt die Brote ca. 15 Minuten – für den nächsten Schritt muss die Käsemasse bereits geschmolzen sein. Nehmt die Brote kurz heraus und drückt mit einem TL eine kleine Mulde in die Käsemasse. In diese Mulde könnt ihr dann je nach Größe der Brote ein Hühnerei oder ein Wachtelei schlagen. Die Brote kommen noch weitere 10 Minuten in den Ofen, bis das Eigelb leicht angestockt ist. Als wären 300 g fettiger Käse nicht schon genug, wird vor dem Servieren noch ein wenig Butter auf die Brote gegeben, die auf dem heißen Käse langsam schmilzt …. einfach nur lecker!

Nun kann man die Brote schon sehr gut alleine genießen – typisch abchasisch wird es allerdings erst mit Adjika – einem Pesto-ähnlichem Dipp bestehend aus folgenden Zutaten:

  • 50 g rote Chilis
  • 50 g rote Paprika (wer gerne scharf ist, kann auch 100 g Chilis verwenden)
  • 40 g Knoblauch (ich habe als Alternative etwas getrockneten Bärlauch hinzugegeben)
  • 30 g Walnüsse
  • 1/2 Bund frischer Koriander
  • 1 EL getr. Koriander
  • 1 EL getr. Bohnenkraut
  • 2 EL Öl
  • 75 ml Weißweinessig
  • 25 g Salz (vertraut mir :-))

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Die Zutaten wie Koriander, Chilis, Paprika, Knoblauch und die Nüsse werde kleingehackt. Ihr könnt aber auch alles in einem Mörser schmeißen oder mit dem Pürierstab zerkleinern. Wundert euch nicht über das viele Salz im Rezept. Bei fast allen abchasischen Rezepten, die ich gefunden habe, wurde kein Salz verwendet. Der salzige Geschmack kommt durch die Adjika, die zu vielen Speisen gereicht wird. Die Adjika ist eine toller Ergänzung zum schweren Khachapuri – durch den Koriander und die Paprika / Chilis ist es eine frische, etwas sauere Komponente, die dieses Essen perfekt abrundet.

Mein Fazit? Dinge, die mit Käse überbacken sind, können nicht schlecht schmecken! 😉 Dieses Brot ist richtig lecker und herzhaft – bei der Adjika war ich sehr skeptisch, da ich kein Koriander-Fan bin. Es ist schwierig euch den Geschmack des Dips zu erklären, denn die verschiedenen Zutaten, ergeben vermengt einen ganz eigenen Geschmack. Die Adjika lässt sich bestimmt auch sehr gut zu einem Steak kombinieren. Dank des enthaltenen Öls und Essigs hält sich diese – ähnlich wie ein Pesto – über mehrere Wochen. Ich bin froh, dass das erste Land auf meiner Liste, so ein spannendes Land war und freue mich auf das nächste: Afghanistan – die Reise kann weitergehen 🙂

  • Christine

    Hey, das gefällt mir – wird am Wochenende gleich ausprobiert.
    Aber statt Koriander nehme ich lieber glatte Petersilie – sonst habe ich einen Essensverweigerer am Tisch.

    21. Januar 2016 at 11:44 Antworten

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