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Rosenöl selber machen

Rosenöl selber herstellen

Ein Heimaturlaub bei meinen Eltern in Süddeutschland hat mich dazu inspiriert, dieses Rezept über die Herstellung von Rosenöl zu teilen. Es stammt von meiner Mutter, die alle möglichen Kräuter und Blüten in ihrem Garten anpflanzt und sie zu Salben, Tees oder Ölen verarbeitet.

Es durftet nicht nur angenehm, sondern wirkt durch das enthaltene ätherische Öl und die Gerbstoffe in der Rose  entzündungshemmend und beruhigend auf die Haut.

Reines Rosenöl, das durch Destillation gewonnen wird, ist übrigens sehr viel aufwändiger herzustellen, da dafür kiloweise Rosenblätter benötigt werden. Für einen Liter echtes Rosenöl benötigt man vier bis fünf Tonnen Blütenblatter. Kein Wunder kostet es ein Vermögen, laut Öko-Test momentan 4.500 €.

Mit dieser Methode geht es jedoch um ein vielfaches günstiger und einfacher.

Alles was ihr dafür benötigt, ist

  • ein- bis zwei handvoll Rosenblätter (wer keinen eigenen Garten hat, kann auch Rosen im Laden kaufen, wichtig ist nur, dass sie ungespritzt sind). Verwendet werden können alle Rosenarten, besonders eignen sich jedoch stark duftende Sorten.
  • 0,5 Liter geruchsneutrales, kaltgepresstes Öl wie Mandel- oder Rapsöl
  • ein großes Glas oder ähnliches. Sehr schöne Gläser und Gefäße gibt es hier
  • Mulltuch zum filtern

1. Rosen trocknen

Rosenblätter abzupfen und auf einem ausgebreiteten Tuch trocknen lassen. Geerntet wird am besten morgens, wenn die Sonne noch nicht auf die Blüten scheint.

Damit möglichst von allen Seiten Luft an die Rosenblätter kommt, hat sich meine Mutter folgenden Trick einfallen lassen: sie hat ein Tuch über einer Kiste mit Hilfe von Wäscheklammern gespannt.

Nun sollten die Blütenblätter einige Tage an einem kühlen, trockenen Ort trocknen und keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt sein.

Rosenöl selber machen diy

2. Mit Öl aufgießen

Die Blätter in ein Glas geben und mit so viel Öl aufgießen, dass die Blätter vollständig bedeckt sind und mit einem Deckel verschließen.

Rosenöl selbst herstellen DIY

3. Ziehen lassen

Das Glas zwei- bis drei Wochen an einem warmen sonnigen Ort stehen lassen.

Den Deckel ab und zu öffnen, da im Laufe der Zeit Gärungsgase entstehen können.

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4. Abgießen

Anschließend ein Mulltuch über ein Glas spannen (ich habe dafür einfach ein Haargummi verwendet) und das Öl durchgießen.

Wer es noch feiner gesiebt haben möchte, kann es zusätzlich noch durch einen Kaffefilter laufen lassen.

Diy Rosenöl

5. Aufbewahrung

Am längsten Freude habt ihr an eurem Rosenöl, wenn ihr es in ein dunkles Gefäß füllt und im Kühlschrank aufbewahrt. So ist es einige Wochen haltbar.

Mit Schleifchen drum und handgeschriebenem Etikett eignet es sich übrigens auch hervorragend zum Verschenken!

Rosenöl selber herstellen DIY

Fotos: Katharina Armleder

  • D. H.

    Hallo, ich möchte mir gerne dieses Öl herstellen, vielen Dank für den tollen Beitrag mit den wundervollen Fotos dazu! Ich habe dazu eine Frage: können es auch verwelkte Blüten sein oder müssen sie in voller Blüte in kräftigem Zustand sein? Auf dem Foto sieht man Blüten in verschiedenem Zustand, auch Braune….hat der Zustand der Blüten eine wichtige Bedeutung für die Wirkung des Öles? Ich möchte mir damit gerne Gesichtscreme herstellen. Vielen Dank!

    20. Juni 2016 at 12:42 Antworten
    • Dina

      Da Kathi nicht mehr bloggt, kann ich – Dina – hier nur eine Vermutung los werden. Ich denke nicht, dass verwelkte Blüten eine Beeinträchtigung darstellen, da sie ja eh getrocknet werden. Zu 100% kann ich dir das aber leider nicht sagen.

      18. Juli 2016 at 19:23 Antworten

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