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Südkoreanisches Bibimbap

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Der Lebensmitteleinkauf gehört bei mir zu den liebsten Haushaltstätigkeiten – vor allem dann wenn ich keinen Zeitdruck habe, schlendere ich gerne mal etwas länger durch die Gänge. Die Lebensmittelindustrie schläft nicht und ständig gibt es neues zu entdecken und auch die kleine Tchibo-Ecke verleitet manchmal zu überschwänglichen Einkäufen (den Leitungsmesser den ich gekauft habe, brauche ich wirklich – also irgendwann mal…). Richtig interessant wird der Einkauf aber dann wenn man sich auf Wochenmärkte oder spezielle Supermärkte begibt. Dem örtlichen Asia-Laden stattete ich erst vor kurzem einen Besuch ab – und zwar für meinen letzten Ausflug in die Küchen dieser Welt: Südkorea!

Denkt man an Südkorea landet mal gedanklich schnell bei der Nummer 24 vom Asia-Lieferdienst – wie immer jedoch zahlt sich die Recherche via Pinterest und anderer sozialer Netzwerke aus. Sehr schnell entdeckte ich ein Gericht mit dem Namen „Bibimbap“ – dieses Gericht springt einen doch förmlich an oder? Ich hatte definitiv Lust darauf es auszuprobieren.

Bibimbap_Korea_1Der Name Bibimbap kommt von bapeul bibida, was so viel heißt wie „Reis mischen“ (Quelle: Wikipedia)

Das Tolle an diesem Gericht ist die variable Auswahl an Zutaten – denn man benötigt lediglich Reis, eine Sorte Fleisch, mindestens 5 Sorten Gemüse und ein Ei. Also eigentlich ein perfektes Resteessen, wenn ihr viel Gemüse zuhause habt, dass ihr noch schnell verwerten müsst. Ich habe für meine Version des Bibimbap folgendes verwendet: Karotten, Shimeji-Pilze, Wasserspinat, Paprika, Sojasprossen, Schweinefilet und Romanesco.

Bibimbap_Korea_4Wasserspinat hat lange Stiele und schmeckt ein wenig milder als der europäische Spinat

Zum Bibimbap wird klassisch Yangnyeom-Gochujang  gereicht – eine sehr scharfe Soße, der dem Gericht den nötigen Bums gibt – ein Rezept dazu findet ihr aufdem Bog Morgenstille. Die Basiszutat Gochujang  habe ich im Asia-Shop gefunden – eine Alternative dafür kann ich euch leider nicht nennen, da der Geschmack der Paste sehr charakteristisch ist.

Gochujang_Hot_Chili_PasteGochujang besteht aus fermentierten Reis, Chilis, Sojabohnen & Knoblauch

Die Zutat, die das ganze Gericht verbindet, ist das Ei welches mittig auf dem Gemüse platziert wird. Ob ihr das ganze nun als Spiegelei oder pochiertes Ei zubereitet, ist egal – wichtig ist nur folgenes:  Das Eigelb muss noch flüssig sein! Denn erst durch das flüssige Eigelb verbindet sich das Gemüse mit dem Reis.

Bibimbap_Korea_5Wer das ganze ein wenig nobler gestalten möchte, kann auch ein Wachtelei verwenden

Nach dem Servieren und dem bestaunen des hübschen Anblicks darf das Gericht dann wild durchgemischt werden – davon gibt es jetzt kein Bild – denn erstens sieht das ganze dann nicht mehr ganz so fotogen aus und außerdem hatte ich Mordshunger und konnte mich nicht länger zurückhalten! 🙂

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Das Rezept –  Bibimbap

Zutaten für 2 Personen :

  • 1 Tasse Basmatireis
  • Öl
  • Salz
  • 250 g Schweinefilet
  • 10 ml Reisessig
  • 2 EL Zucker
  • Gemüse
  • 2 Eier

 

  1. Das Fleisch in dünne Streifen schneiden und in dem Reisessig und Zucker marinieren. Je länger das ganze mariniert desto besser – mindestens aber 2 Stunden.
  2. Den Reis waschen, bis das Wasser klar ist. Anschließend das Öl in einem Topf erhitzen und den Reis kurz anrösten – anschließend mit Wasser ablöschen und kräftig salzen. Ich verwende immer eine Tasse Reis und zwei Tassen Wasser. Den Reis einmal aufkochen lassen und dann zugedeckt bei schwacher Hitze gar ziehen lassen.
  3. Zwischenzeitlich könnt ihr die Gemüsesorten einzeln(!) anbraten oder dünsten und warm halten. Bei grünem Gemüse empfehle ich das Gemüse nach dem Garen in Eiswasser abzuschrecken, dann bleibt die grüne Farbe erhalten. Gewürzt wird nur ganz mild mit ein wenig Salz. Das fertige Gemüse warm halten.
  4. Sobald der Reis gar ist in eine tiefe Schüssel geben und das Gemüse im Uhrzeigersinn anrichten
  5. Die Eier pochieren oder kurz braten, so dass das Eigelb noch weich ist – auf dem Gemüse anrichten und servieren

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