to top

veganer Brunch- 5 leckere Ideen

Brunch klein-9

 „Vegan? Ach herrjeh, was kann man denn da überhaupt noch essen?“

Diese Frage habe ich mir vor einigen Jahren auch noch gestellt, bevor ich mich eingehender mit dem vegan- Thema auseinandergesetzt habe. Gelegenheits- Vegetarier war ich eigentlich schon immer, aber sich komplett ohne tierische Produkte zu ernähren, war für mich undenkbar.

Bis mich eines Tages eine Arbeitskollegin, die erste Veganerin, die ich bis dahin kennen gelernt habe, aufgeklärt hat. Dass Kühe eben nicht ständig Milch geben, sondern dauergeschwängert werden und ihnen die Kälbchen nach der Geburt weggenommen werden. Dass männliche Küken nach dem Schlüpfen sofort verschreddert oder vergast werden, weil sie für die Eier- Industrie nutzlos sind.

Ich finde es einfach grauenhaft, wie Tiere vom Menschen ausgebeutet werden und so heftig für die Milchleistung oder Fleischmasse überzüchtet werden, dass sie schon Schmerzen haben, wenn sie nur normal stehen.  Für mich ist es auch komplett logisch, dass die Produkte, die wir von diesen Tieren konsumieren, auch für den Menschen nicht gesundheitsförderlich sein können.

Natürlich könnte ich hier einen endlosen Monolog halten, warum ich mich vegan ernähre und zahlreiche Links zu Fachliteratur und Abschreck- Videos auf Youtube zum Thema „Nahrungsmittelproduktion“ posten. Aber darum geht es mir heute nicht. Ich möchte euch nur ein paar leckere Rezepte zeigen, die ihr gerne zu Hause ausprobieren dürft und euch sicher auch schmecken, selbst wenn ihr euch sonst nicht vegan ernährt.

Ich habe mich auf jeden Fall sehr gefreut, für Cassie und Dina bei unserem letzten Blogtreffen in München mal komplett vegan kochen zu dürfen und ich glaube, letzten Endes fanden sie es gar nicht so schlimm? 😉 Wenn ich mich richtig erinnere, stammte der Vorschlag für unseren Brunch sogar von den zweien.

„Erstmal gab es natürlich lange Gesichter. Nutella, Rührei mit Speck und Milchprodukte sind natürlich gestrichen.“

Sicher gibt es für jedes tierische Produkt inzwischen einen adäquaten pflanzlichen Ersatz. Es gibt sehr leckeren veganen Schokoaufstrich, Tofuwürstchen und diverse Fertiggerichte. Aber wir haben uns als Ziel gesetzt, uns auch gesund zu ernähren und möglichst wenige verarbeitete Lebensmittel zu uns zu nehmen.

Besonders interessant wird es dann, wenn eine keine Sojaprodukte verträgt (Dina) und die andere eine Histaminintoleranz hat(Cassie). Fehlt eigentlich nur noch eine Glutenunverträglichkeit in der Sammlung 😉

Inspirieren lassen haben wir uns bei den Rezepten hauptsächlich auf Pinterest, eine unerschöpfliche Quelle nicht nur für Essensfragen, sondern auch für Outfitideen, Make-up oder Do- it Yourself- Projekte.

Die Mengenangaben in den Rezepten sind meistens für ca. zwei Personen gedacht. Je nachdem, wie viele Gerichte man für den Brunch macht, muss der Hunger also schon sehr groß sein, um alles zu schaffen.

1. Kartoffel- Champignon- Pfanne

veganer brunch

Für die Kartoffel- Champignon- Pfanne eignen sich gekochte Kartoffeln am besten. Vielleicht habt ihr vom Vortag noch welche übrig und könnt sie hier verarbeiten. Rohe Kartoffeln gehen natürlich auch, es dauert aber länger, sie anzubraten.

Von der Reihenfolge empfehle ich, zuerst die Kartoffeln, dann den Tofu und die Champignons und dann erst die Zwiebeln anzubraten. So wird alles gleichzeitig gar.

Zum Schluss den Lauch und die Chili kleinschneiden und mit Salz/Pfeffer abschmecken. Besonders gut passt z.B. Paprikapulver oder mediterrane Kräuter.

Übrigens: Lauch, Kartoffeln und Zwiebeln bekommt man im Winter auch aus Deutschland. Das ist nicht nur besser für die Klimabilanz, sondern regionales Gemüse hat meistens auch mehr Vitamine.

Wenn ihr Tofu fad findet, könnt ihr ihn natürlich auch weg lassen. Oder ihr versucht mal eine andere Geschmacksrichtung, z.B. mit Nüssen, Paprika, Chili, oder geräuchert.

Wenn ihr genug Zeit habt, könnt ihr den Tofu am abend vorher auch mit Sojasoße, Zitronensaft, Öl und Gewürzen marinieren.

2. Avocadocreme mit gegrilltem Gemüse

Brotbelag Ideen Avocadocreme grgrilltes Gemüse

Anstatt Nutella gibt es heute mal was deftiges aufs Brot. Für die Avocadocreme einfach das Avocadofleisch mit einer Gabel zerdrücken und etwas Zitronensaft drüberträufeln, damit die Creme nicht braun wird. Mit etwas Salz und Pfeffer abgeschmeckt hat man so im handumdrehen einen leckeren Brotaufstrich, der reich an Omega-3- Fettsäuren ist.

Wer mag, kann natürlich noch frisch gepresste Knoblauchzehen in die Creme mischen.

Beim Belag kann man kreativ sein und schauen, was der Kühlschrank so her gibt. Auberginen und Zuchini eignen sich perfekt zum anbraten, aber auch Paprika oder Tomate schmecken fantastisch.

3. Hirse- Waldfrucht- Dessert

vegan brunch

Hirse ist definitiv ein unterschätztes Getreide. Er ist leichter bekömmlich als andere Getreidearten und verschleimt den Körper nicht, wie z.B. Weizen. Er enthält zahlreiche Mineralstoffe wie Silizium, Eisen und Magnesium, weshalb er besonders gut für Haare, Nägel und das Hautbild ist.

Geschmacklich ist er vergleichbar mit Milchreis (wenn er süß zubereitet wird).

Zuerst sollte der Hirse in einem feinen Sieb gewaschen werden, um Bitterstoffe abzuspülen. Anschließend wird er mit entsprechenden Menge Pflanzenmilch aufgekocht und sollte dann auf niedrigster Stufe 40 Min mit Deckel gegart werden.

Ich bereite ihn gerne am abend vorher zu, dann kann er über Nacht nochmal ziehen. Am nächsten Morgen schnippel ich die Äpfel klein und bereite die Beeren vor. Abgeschmeckt werden kann der Hirsebrei mit einer Prise Salz, 2-3 EL Zucker, etwas Zimt und Vanille. Besonders cremig wird es, wenn man noch ein paar Margarineflöckchen oder etwas Hafersahne unterrührt.

Da gerade Winter ist, habe ich mich für tiefgefrorene Beeren entschieden. Die müssen nur noch auftauen und schmecken mit 2-3 EL Marmelade vermischt noch besser.

TIPP: Man kann den Hirsebrei und die Beeren natürlich einfach in Schälchen geben. Dekorativer schaut es aber aus, wenn man die Beeren und den Brei abwechselnd in hohe Gläser schichtet.

4. Freestyle- Smoothie

vegan Smoothie berries banana

Bei dem Smoothie haben wir uns nicht großartig an einem Rezept orintiert, sondern einfach wild drauf los gemixt. Beeren, Banane und Orangensaft ergeben eine ganz gute Kombination, wie wir finden.

Je nach Geschmack kann man natürlich die Mengenanteile variieren oder auch ein anderes Obst nehmen. Je nachdem, was gerade so im Kühlschrank ist.

TIPP: Wenn ein Teil des Obstes noch gefroren ist, ist der Smoothie gleich eisgekühlt und schmeckt noch erfrischender. Dafür braucht man natürlich auch einen Mixer, der Gefrorenes gut verarbeiten kann, ohne gleich den Geist aufzugeben.

5. Veganer Kaffee

vegan breakfast coffee

Auf Kaffe muss bei einem veganen Brunch natürlich nicht verzichtet werden. Kaffe ist von Haus aus vegan. Anders schaut es jedoch aus, wenn man gerne Milchkaffee oder Latte Macchiato trinkt.

Es gibt zahlreiche Getreidemilchsorten zur Auswahl, bei denen man sich durchtesten muss, um für seinen Geschmack das beste herauszufinden.

Meiner Meinung nach schmecken Hafermilch und Mandelmilch am besten im Kaffe, ohne den Geschmack zu sehr zu verfälschen. Sie sind beide leicht süßlich und kommen in Konsistenz/ Farbe Kuhmlich sehr nahe.

Meine Lieblingsmilch für den Kaffee ist die Hafermilch von Kölln, die aus Hafer hergestellt wird, der auf Rügen angebaut wird und enthält die selbe Menge an Kalzium wie Kuhmilch.

TIPP: Zum Schäumen eignet sich Sojamilch ausgezeichnet. Mit anderen Pflanzenmilchen habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht. Manchmal hilft es aber, die Milch kurz anzuschäumen, sie dann für ein paar Sekunden in die Mikrowelle zu stellen und dann weiter zu schäumen.

Leave a Comment